Zögernd setzt sie sich auf den vertrauten Rollstuhl und lehnt ihre Krücken an den Tisch. Sie fühlt sich fremd an diesem Ort, der früher ihr zweites Zuhause war.
Mit neugierigen Blicken mustern sie die anderen. Einige lachen und tuscheln, andere wiederum blicken mitleidig in ihre Richtung. Die Klassenkameraden haben die Siebenjährige anders in Erinnerung:
Sie war ein fröhliches und aufgewecktes Mädchen gewesen, das bunt gekleidet in einer Folkloregruppe tanzte. Bis vor Kurzem war sie noch ein ganz normales Kind. Doch nun ist alles anders:
Es war ein schöner Tag im Frühjahr, den Joseline wohl nie vergessen wird. Sie spielte gemeinsam mit ihren Freundinnen hinter dem Haus ihres Großvaters Verstecken. Plötzlich entdeckten die Kinder im Gebüsch einen Gegenstand, den sie für ein Spielzeug hielten …
Neugierig steckten die Mädchen die Köpfe zusammen und Joselines Freundin Anahi zog langsam einen länglichen Stift aus dem eiförmigen Ding. Auf einmal gab es einen ohrenbetäubenden Knall. Die Schülerinnen schrieen und rannten davon. Nur Joseline und Anahi blieben zurück. Sie waren schwer verletzt und lagen ohnmächtig am Boden.
Erst im Krankenhaus erwacht Joseline. Krankenschwestern reden auf sie ein. Sie hört erklärende Worte wie Kriegsmunition, Handgranate … Sie sei ein Kriegsopfer und das obwohl der Bürgerkrieg schon über zehn Jahre vor ihrer Geburt beendet worden sei. Minuten vergehen, bis die Kleine versteht, was die Erwachsenen ihr zu erklären versuchen und entsetzt bemerkt, dass ihr rechtes Bein fehlt. Die alte Kriegsmunition, auf die sie und ihre Freundinnen zufällig stießen, hat ihr Leben zerstört und das ihrer Freundin Anahi genommen. Sie beginnt zu ahnen, was „Kriegsopfer sein“ bedeutet.
Wochenlang liegt sie im Krankenhaus. Sie will ihr Bett am liebsten nie wieder verlassen. Nur der unbändige Wille zu lernen treibt die heute Siebenjährige in die Schule, der wohl schwerste Weg in ihrem Leben.
Ihr größter Traum ist es, wieder zu tanzen. Sie möchte wie früher in schönen Kleidern auf der Bühne stehen und von allen bewundert werden. Doch mit nur einem Bein wird Kriegsopfer Joseline nie wieder tanzen können. Um den größten Wunsch ihrer Tochter zu erfüllen, reicht das Geld der Eltern nicht aus.
Es hat mir das Herz zerrissen, als ich vom schrecklichen Schicksal des kleinen Mädchens aus El Salvador hörte. Und ich habe versprochen, ihr zu helfen!
Und nicht nur Joseline braucht unsere Hilfe! Unzählige der Jüngsten weltweit sind Kriegsopfer, haben durch Kriegsmunition Arm oder Bein, Hand oder Fuß verloren. Sie brauchen eine Prothese für eine lebenswerte Zukunft!
Die Katarina-Witt-Stiftung setzt sich seit vielen Jahren für behinderte und benachteiligte Kinder ein, die in ihrem Heimatland keine Chance auf medizinische und therapeutische Versorgung haben. Wir kaufen Prothesen für Kriegsopfer und von Geburt an behinderte Kinder, um ihnen neuen Mut und Selbstvertrauen zu schenken. Sie sollen die Chance auf ein Leben in Selbstständigkeit erhalten.
Unsere Hilfe wird möglich, wenn Sie als warmherziger Spender unsere Projektarbeit unterstützen. Helfen Sie mit Ihrer Spende der tapferen Joseline und den anderen Jungen und Mädchen in ein neues Leben. Ob 15, 25 oder 50 Euro, jeder Betrag hilft beim Kauf der dringend benötigten Prothesen.
Nur gemeinsam können wir die Zukunft von behinderten und benachteiligten Kindern zum Guten wenden. Bitte helfen Sie dabei!











