25 Leben ändern

Erste Ergebnisse des unterstützten Projekts!

Förderung des orthopädischen Kinderkrankenhauses AIC Cure Children‘s Hospital in Kijabe, Kenia

Das von den Spendrinnen und Spendern der Stiftung unterstütze Projekt konnte helfen! Gemeinsam mit den Projektpartnern von der Johanniter Unfallhilfe e.V. konnte organisiert werden:

Operationen und Behandlungen mehrerer Kinder mit Verbrennungen, Cerebralparese und Klumpfuss. Zitat aus dem vorläufigen Abschlussbericht aus Kenia:

"Obwohl einige dieser Kinder noch einen langen Weg der Rehabilitation vor sich haben, haben die Operationen und Behandlungen... den Kindern neue Perspektiven auf ein würdiges Leben eröffnet. Sie werden in der Lage sein, in die Schule zu gehen, Freunde zu haben, künftig einen Job zu finden und sich aktiv am öffentlichen Leben zu beteiligen . Außerdem wirken sie in ihren

Gemeinden als positive Beispiele und helfen, die Diskriminierung von Menschen mit Behinderungen abzubauen".

Vielen Dank allen Unterstützern!

 

Das AIC-CURE International Children’s Hospital in Kijabe mit angeschlossener orthopädischer Werkstatt ist eines der bedeutendsten orthopädischen Kinderkrankenhäuser in Ostafrika. Hier werden körperbehinderte Kinder vor allem aus armen Familien behandelt. In den vier Operationssälen und Rehabilitationseinrichtungen des 30-Betten-Krankenhauses (bei fast 40 Millionen Einwohnern Kenias!) werden unter anderem Polio, Lippenkiefergaumenspalte, Klumpfüsse, Wirbelsäulenerkrankungen, zerebrale Kinderlähmung, Amputationen, Spina Bifida und verkürzte Gliedmaßen behandelt.

Mobile Teams übernehmen Untersuchungen und Nachsorge auch in abgelegenen Regionen des Landes. Jährlich werden mehr als 50 mobile orthopädische Operationen durchgeführt. Zudem werden orthopädische Chirurgen ausgebildet.

 

 


Seit Gründung des Krankenhauses im Jahr 1998 wurden mehr als 20.000 orthopädische Behandlungen durchgeführt. In 2008 und 2009 schafften die Ärzte jeweils 2.500 Operationen – Tendenz steigend. Das Programm des Krankenhauses ist das bisher einzige von der Regierung anerkannte Programm zur Behandlung von Klumpfüssen.

Mit demBau einer neuen Orthopädiewerkstatt auf dem Gelände des Krankenhauses soll die Produktion orthopädischer Hilfsmittel qualitativ und quantitativ gesteigert werden. Außerdem erweitert das Krankenhaus seine Bettenkapazität, um noch mehr Kindern Zugang zu orthopädischer Behandlung und Versorgung zu ermöglichen. Bis dahin gab es nur 30 Betten:  viel zu wenig für Kenia, das fast doppelt so groß ist wie Deutschland.

 

 

 


Beschreibung des Projektes

Ziel des von der Katarina Witt-Stiftung unterstützten Projektes„Change 25 lives – Orthopädische Versorgung von körperbehinderten Kindern in ländlichen Gegenden Kenias“ war es, 25 Kindern aus armen Familien in abgelegenen Gebieten notwendige orthopädische Operationen und Behandlungen zu finanzieren und so 25 Leben nachhaltig positiv zu verändern. Die Kinder werden in die Lage versetzt, in die Schule zu gehen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Lebensfreude werden gestärkt. Durch positive Beispiele können auch die Diskriminierung von Menschen mit Behinderung in Kenia bekämpft und Eltern motiviert werden, Kinder mit Behinderung medizinisch betreuen zu lassen. Die Familien und das Umfeld sehen, dass körperliche Behinderungen in vielen Fällen mit Erfolg behandelt werden können.

 

Die Kinder im Alter von einem bis 18 Jahre, die im Rahmen des Projektes operiert wurden,sind sorgfältig ausgewählt. Sie werden laufend von den Ärzten des AIC CURE International Children’s Hospital in mobilen orthopädischen Kliniken nach folgenden Kriterien ausgewählt:


  •  Die Familie des Kindes lebt unter der Armutsgrenze in einer abgelegenen Region in Kenia.
  •  Eine Operation kann die Deformität/Behinderung des Kindes nachhaltig korrigieren und dessen Gesundheitszustand nachhaltig zu verbessern. Sie trägt maßgeblich dazu bei, dem Kind die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und Bildung zu erleichtern.

Fallbeispiel 1: Muema, 11 Jahre

Muema
Muema

Muema wurde mit schwerer Skoliose geboren. Zudem fehlen ihr vier Finger an der linken Hand. Direkt nach der Geburt brachten die Eltern sie in verschiedene Krankenhäuser, die jedoch keine Hilfe leisten konnten. Daraufhin entschieden die Eltern, ihre Tochter im Haus zu halten, um sie vor neugierigen Blicken zu schützen.

Der Vater hielt das Leben mit der behinderten Tochter nicht aus und verließ die Familie. Muema konnte nicht in die Schule gehen.

Die Mutter brachte sie schließlich in eine mobile orthopädische Klinik des AIC CURE Hospitals, woraufhin sie in das Krankenhaus überwiesen wurde. In einer ersten Operation wurde ihre Wirbelsäule erfolgreich operiert. In einer zweiten Operation soll die Funktionsfähigkeit der rechten Hand wieder hergestellt werden. Muema soll in einer Schule für körperbehinderte Kinder eingeschult werden.


Fallbeispiel 2: Willy, 7 Jahre

Der siebenjährige leidet an eine Neurofibromatose. Als ein kleiner schwarzer Fleck am Knie zu wachsen und das Bein anzuschwellen begann, brachten die Eltern ihn in verschiedene Krankenhäuser, ohne eine Diagnose oder Hilfe zu bekommen. Das Bein wurde dicker und dicker. William konnte keinen Schuh mehr tragen und wurde in der Schule schwer gehänselt.

Nach einem Screening durch Ärzte des AIC CURE Krankenhauses, beschlossen Ärzte und Eltern gemeinsam mit William, das Bein oberhalb des Knies zu amputieren, um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern. Nach Abheilung der der Amputationsnarben erhält William eine Überschenkelprothese, die seine Mobilität und sein Selbstvertrauen wieder herstellen.


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