Move`n Up: spielerisches Training für Kinder mit schwerer Hirnerkrankung

04.11.2014 Medizinische Versorgung

Schon seit 2012 fördert die Katarina Witt Stiftung das Projekt Move´n Up. Tübinger Neurowissenschaftler unter der Leitung von Herrn Dr. Matthias Syfnozik baten bei uns um Geldmittel zur Anschaffung des Geräts und zur Finanzierung des Trainingspersonals. Nun widmen sie sich mit „Move´n Up“ Kindern mit schwerer Hirnerkrankung, die wegen ihrer Koordinationsstörungen an Rollstühle gebunden sind. Durch das videospielbasierte Training sollen die Kinder wieder in die Lage versetzt werden, eigenständig ihre Motorik und Koordination zu trainieren, und so spielerisch ihre Bewegungsfähigkeiten zu verbessern. Ein erstes Vorprojekt mit noch leicht von Ataxie betroffenen Kindern hatte vielversprechende Ergebnisse gebracht: obwohl die Kinder unter einem fortschreitenden Hirnabbau leiden, konnten sie nach wenigen Wochen spielerischem Training wieder besser stehen, gehen und teilweise sogar laufen. Dieses erfolgreiche Trainingsprogramm wurde nun für Kinder angepasst, die nicht mehr frei laufen können. Und die Ergebnisse der ersten sieben untersuchten Kinder sind auch hier erfolgsversprechend: Die Kinder erleben Erfolgserlebnisse durch die eigenen Bewegungen, lernen wieder länger frei zu sitzen, frei zu stehen und wesentlich aktiver am täglichen Leben teil zunehmen. Und das alles durch das eigene Training! Wir möchten an dieser Stelle besonders der Stiftung Deutsche Sporthilfe danken, die im vergangenen Jahr einen Teil der Spendenmittel zugesteuert hat. Und natürlich unseren Spendern!

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